Herren 40 Freundschaftsspiel TC Egenbüttel gegen Pöseldorf

„Was lange währt, wird endlich gut!“ (ein Bericht von Thomas Richter)

Die Geschichte begann streng genommen eigentlich schon Anfang Oktober 2013, als ich auf Empfehlung ihrer neuen Mannschafts-kameradinnen vom SC Condor mit Susan ein sehr schönes Mixed Turnier im beschaulichen Egenbüttel mitspielte. Die sehr gepflegte, gemütliche Sportanlage mit dem Fußballplatz des SC Egenbüttel gleich nebenan, von dem aus ein stetes Stimmengewirr herüber schwappte, erinnerte mich zum Teil an Schneverdingen, aber auch an meinen Heimatverein SC Sperber in Hamburg Alsterdorf. Dort lief ebenfalls immer ́mal wieder der vertraute Sound aus den Anfeuerungen der Fußballfans, den Anweisungen der Trainer oder den Meckereien der Spieler im Hintergrund mit.

 

Im sogenannten Round Robin System gewannen wir vor zehn Monaten zweimalund verloren leider genauso oft, u. a. gegen einen sehr sympathischen Jörg, deransonsten in der Egenbütteler Herren 40 seine Punktspiele bestreitet, und seine Ehefrau, mit denen wir nach Spielschluss damals spontan noch sehr lange im

Clubheim zusammensaßen. Daran erinnerte ich mich, als ich Anfang des Jahres über deren sehr agilen Sportwart Michael Berg somit Kontakt aufnahm mit dem Mannschaftsführer Roman Storoszczuk.

 

Bereits im Februar wurde dann zur Saisonvorbereitung ein Freundschaftsspiel zwischen beiden Herren

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40

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Teams bei uns in der Wendenstraße auf Ende April

2014 terminiert, bis circa zehn Tage vorher den Egenbüttelern plötzlich auffiel,

dass

dieser Termin leider mitten in den Schulferien läge und mehrere Herren 40

somit im Urlaub seien. Zwar wurde das Match deshalb abgesagt, wir aber umge

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kehrt zum Trost nun als Saisonabschluss in den Landkreis Pinneberg eingeladen.

Inzwischen lieber ganz sic

her genau zwischen den Sommer

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und Herbstferien,

wenn auch mitten in unserem dreiwöchigen Clubturnier, sollte es am 30.8.2014

um 12 Uhr endlich soweit sein. Zwar bekam ich mit, dass von deren insgesamt

14 Herren 40 wieder etliche nicht konnten. Aber es wur

de mit Ersatzspielern der

Herren 50 und 65 aufgefüllt. Mein Pöseldorfer Team hatte ich ebenfalls eine

Woche vorher nach vielen Emails und Telefonaten vermeintlich zusammen.

In der Nacht vor dem Spiel morgens gegen vier kam dann die SMS, dass unsere

Nummer

6 Thorsten Bahl leider nachts krank geworden sei und somit absagen

müsse. Um 10 Uhr morgens am Spieltag kam endlich von Valentino McKinney

die SMS, die mir eigentlich zwecks einer besseren Planung schon für Mittwoch

versprochen wurde, dass unsere etatmäßi

ge Nummer 4 am Sonnabend leider bis

15 Uhr arbeiten müsse. Unseren Mann von den Bahamas hatte ich zwar sowieso

nicht mehr auf dem Zettel, wollte ihn nun aber spontan am Telefon überreden,

wenigstens nach Beendigung seiner Proben als Tänzer bei der Hamburgi

schen

Staatsoper bitte noch zu den Doppeln bei uns anzutanzen. Leider konnte ich

unsere Punktemaschine der letzten Jahre nicht überreden, die Anreise erschien

einfach zu beschwerlich.

Zwei weitere potentielle Ersatzspieler hatte ich im Vorfeld wohlweislic

h sogar

noch organisiert. Christian Laqua hatte sich aber verständlicherweise inzwischen

etwas anderes vorgenommen. Und mein langjähriger Sperberaner Doppelpartner

Andreas Lenuck, der uns zudem mit seiner LK 12 gleich an der Spitzenposition

verstärkt hätte

, kränkelte mittlerweile leider ebenfalls.

Aber da ist ja noch Julian Reh, der mich ständig anruft und doch gerade erst um

9:50 am Telefon fragte, warum er denn nicht dabei wäre, und ich ihm ergo noch

einfachste Mathematik rund um die Zauberzahl 40 erklär

te. Und als wollte ich

ihn extra verwirren, fragte ich ihn gegen 10:30 Uhr, als er wieder anrief, nun

spontan, ob er nicht doch beim Herren

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40

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Freundschaftsspiel dabei sein wolle.

Selbstverständlich war mein beinahe Nachbar dann um 11:15 Uhr bei mir. Wie

w

eit weg auch immer sich Egenbüttel anhört, ist man an einem Sonnabend mit

dem Auto von Eppendorf aus schon in weniger als einer halben Stunde da.

Vor Ort erklärte ich den Gegnern das Dilemma, für unseren kranken sechsten

Mann nun in der Not einen viel jün

geren Herrenspieler hinten einsetzen zu

wollen. Mit seinen 24 Jahren spielte unsere Geheimwaffe nun gegen einen 67

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jährigen ehemaligen tschechischen Erstliga

-

Eishockeyspieler. „Na, das passt

doch sehr gut.“, kommentierte ich spontan den Altersunterschied.

Und unser

gemäß LK (10!!) eigentlich bester Vereinsspieler lag an Nummer 6 im zweiten

Satz auch prompt 0:4 hinten, um dann doch noch 6:2, 6:4 zu gewinnen.

Auch meine Aufholjagd an 1 konnte sich zeigen lassen: Nach 1:5 wurde es noch

7:6, 6:1. Nach zuvor ne

un verlorenen Einzeln én suite schaffte ich in Rellingen

also tatsächlich noch meinen ersten Einzelsieg in diesem Sommer, einmal

abgesehen von meinen Auftaktmatches im Clubturnier.

Bei meinen Mannschaftskameraden lief es ebenfalls durchwachsen. Gleb

Yerem

ejev an 2 gewann recht souverän 6:1, 6:4, wie auch Rüdiger Fürle an 4

mit 7:5, 6:3. Doch Thomas Thiede verlor an 3 mit 1:6, 2:6. Selbst an Position 5

war aus Pöseldorfer Sicht etwas (Rot

-

) Sand im Getriebe: Tsung Chen verlor

noch sehr knapp 6:1, 3:6, 10:12

. Insgesamt stand es nach den Einzeln also 4:2

für uns, die drei Doppel mussten entscheiden.

Passend zur Ausgeglichenheit dieses Vergleichs einer Herren 40, die letztes Jahr

noch in der Bezirksliga Schleswig

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Holsteins spielte, mit einem Senioren

-

Team

aus

der 2. Hamburger Klasse gingen gleich alle drei Doppel in den dritten Satz,

nachdem übrigens immer wir Gäste den ersten gewonnen hatten.

Unser erstes Doppel gewann diesen Match

-

Tiebreak 10:6. Das dritte wiederum

lag schon 7:9 zurück, wehrte aber beide Ma

tchball ab und gewann noch 11:9.

Julian und ich, die wir beide in unseren Einzeln schon deutliche Rückstände

aufgeholt hatten, ließen uns selbstverständlich auch im Doppel nicht lumpen. Im

Champions

-

Tiebreak wehrten wir bei 5:9 sogar gleich vier Matchbälle

ab,

nutzten allerdings unsere beiden eigenen nicht und verloren am Ende 13:15.

Insgesamt gewannen wir Pöseldorfer damit 6:3.

Nach Spielschluss gegen 17 Uhr konnten wir bei Sonnenschein zusammen mit

unseren Gegnern noch rund zwei Stunden auf der Terrasse

sitzen sowie etwas

essen und trinken, die Matches analysieren und uns darauf verständigen, dass

die Egenbütteler am 18. oder 19.4.2015 zum avisierten Rückspiel bei uns in der

Wendenstraße 120 vielleicht doch eine etwas stärkere Aufstellung präsentieren

sol

lten. Die Fotos vom Event können natürlich gern auf unserer Pöseldorfer

Website eingesehen werden, Benutzername: Gast, Password: 2011.

Hier noch die Ergebnisse im einzelnen:

Einzel

1.

Michael Struve

-

Thomas Richter

6:7, 1:6

2.

Ralf Kähler

-

Gleb Y

eremjev

1:6, 4:6

3.

Günther Heßmann

-

Thomas Thiede

6:1, 6:2

4.

Volker Thurow

-

Rüdiger Fürle

5:7, 3:6

5.

Roman Storoszczuk

-

Tsung Chen

1:6, 6:3, 12:10

6.

Pavel Malypetr

-

Julian Reh

2:6, 4:6

Doppel

1.

Struve / Heßmann

-

Yeremejev / Fürle

0:6, 6:2, 6:10

(1 + 3 = 4)

(2 + 4 = 6)

2.

Kähler / Malypetr

-

Richter / Reh

2:6, 6:0, 15:13

(2 + 6 = 8)

(1 + 6 = 7)

3.

Thurow / Storoszczuk

-

Thiede / Chen

5:7, 6:0, 9:11

(4 + 5 = 9)

(3 + 5 = 8)

(Thomas

Richter)

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